02.04. 18:30Uhr Themenabend Venezuela
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Venezuela und der globale Spiegel: Die „Weimarisierung“ der Politik in einer multipolaren Welt".
In einem Jahr extremer geopolitischer Volatilität – gezeichnet durch Krisen im Nahen Osten und den Umbruch der internationalen Ordnung – ist Venezuela kein isolierter Fall einer traditionellen Diktatur, sondern das Paradigma eines „neuen Autoritarismus“ des 21. Jahrhunderts.
Dieser Vortrag analysiert den Zusammenbruch der venezolanischen Institutionen und die daraus resultierende massive Diaspora als Vorboten eines globalen Phänomens: der Erosion der Demokratie durch populistische Strömungen und den Aufstieg „starker Männer“. Anhand des Konzepts der „Weimarisierung“ wird untersucht, warum die venezolanische Krise ein Spiegelbild der systemischen Instabilitäten ist, die heute auch Europa und die USA herausfordern. Wir befinden uns in einem Übergang ohne Regeln – Venezuela ist hierbei das mahnende Beispiel für den drohenden Systemkollaps in einer ungewissen multipolaren Ära.
Miguel Ángel Latouche (1971)
Venezolanischer Schriftsteller. Er hat einen Abschluss in Internationalen Studien sowie Masterstudien an der Syracuse University absolviert und war Stipendiat des Fulbright-Programms. Er promovierte in Politikwissenschaften an der Zentraluniversität von Venezuela (UCV), an der er als außerordentlicher Professor tätig ist. Von 2009 bis 2017 leitete er die Schule für Sozialkommunikation der UCV.
Er absolvierte ein Postdoktorat an der Universität Bamberg (Deutschland, 2018) sowie ein weiteres Postdoktorat am Zentrum für Normative Ordnungen und am Institut für Erweiterte Justiz der Goethe-Universität Frankfurt (2019). Zudem war er Gastprofessor an der Universität Rostock im Rahmen der Philip Schwartz Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung.
Der Eintritt ist frei!
Projekthaus-Potsdam
Rudolf-Breitscheid-Str. 164
14482 Potsdam



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